Das Ziel der Fastenzeit ist Ostern!

31.03.2018

Heute ist der Karsamstag, der letzte Tag der Fastenzeit, der Tag der Grabesruhe. Der gekreuzigte Jesus Christus ist hinabgestiegen in das Reich des Todes. Er liegt im Grab, da die Zeit der Auferstehung noch nicht gekommen ist. Im Grunde ist das ein schönes spirituelles Bild für die Geduld und das Wartenkönnen. Der Morgen der Auferstehung ist eben nach den finsteren Stunden des Karfreitags noch nicht angebrochen, jetzt gilt es eben zu warten.
Das Leben hält für uns sehr oft solche Karsamstage bereit, solche letzte Tage einer längeren Phase der Traurigkeiten, Dunkelheiten, der Verzichte und der Busse. Die Ungeduld, das Unzufriedensein darüber, dass der Tag der Auferstehung eben immer noch auf sich warten lässt, ist dabei das Schlechteste, das wir machen können. Vielmehr sollten wir uns eine Art Karsamstagsruhe angewöhnen. Das geduldige Warten in der Gewissheit, dass Ostern und Auferstehung geschehen werden, zwar nicht heute, aber schon heute Nacht oder morgen in aller Früh. Dass eben die Zeit kommen wird, in der wir wieder das Halleluja singen, in der das Licht Christi angezündet wird, das die Dunkelheit vertreibt, in der wir unser Leben und unseren Glauben durch Osterwasser erneuern und daraus neue Energien schöpfen können.
Das wünschen wir Ihnen von Herzen!
Pfarrei St. Ulrich

(aus "Wer liebt, bleibt nicht im Tod" von Franz von Sales/Herbert Winklehner)